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Schach-Übungsblätter erstellen: So geht's in wenigen Minuten

22. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Wer Schach unterrichtet — im Verein, in der Schule oder im Einzelunterricht — kennt das Problem: Für Hausaufgaben, Turniervorbereitung oder die ruhigen ersten zehn Minuten einer Trainingsstunde reicht ein Bildschirm nicht. Da brauchst du Papier, das mit Bleistift markiert werden kann.

Das Problem ist, dass so ein Blatt selbst zu bauen mühsam ist. Entweder man kämpft mit Word und irgendwelchen Schach-Font-Plugins, oder man kopiert Diagramme aus einer Datenbank in eine Folienpräsentation, die am Ende unprofessionell aussieht. Dieser Leitfaden zeigt den schnelleren Weg.

1. Woher kommen die Aufgaben?

Grundsätzlich gibt es drei Quellen für Schachaufgaben:

  • Eigene Partien (oder die der Schüler:innen) — besonders wertvoll, weil die Taktik direkt an die eigenen Fehler anknüpft.
  • Eine öffentliche Puzzle-Datenbank wie die von Lichess — Millionen Stellungen, nach Thema (Gabel, Fesselung, Matt in 2, Endspiel …) und Schwierigkeit sortiert.
  • Selbst aufgestellte Stellungen für eine bestimmte Idee, die gezielt geübt werden soll.

Ein gutes Werkzeug sollte alle drei Quellen unterstützen, statt dich auf einen Workflow festzulegen. PuzzlePrint erlaubt zum Beispiel, eine PGN-Datei mit echten Partien hochzuladen, die Lichess-Datenbank nach Thema und Schwierigkeit zu durchsuchen oder Figuren manuell auf ein Brett zu setzen — und alles in einem Übungsblatt zu mischen.

2. Layout passend zum Einsatzzweck wählen

Das Layout ist wichtiger als man denkt. Ein paar Faustregeln:

  • 6 Diagramme pro Seite eignen sich gut für Hausaufgaben — genug Aufgaben, um sich zu lohnen, aber noch gut lesbar.
  • 4 Diagramme pro Seite sind besser für jüngere Kinder oder Anfänger:innen — ein größeres Brett verhindert Verlesungen einzelner Felder.
  • Ein einzelnes, großes Diagramm pro Seite passt zu einer Eröffnungsstunde oder einer "Aufgabe der Woche", die ans Brett gepinnt wird.

3. Brettstil wählen, den die Gruppe wiedererkennt

Farbige Bretter wirken freundlich und sind gerade für Kinder sofort lesbar. Klassische Schwarz-Weiß-Diagramme — wie in gedruckten Schachbüchern — wirken seriöser und sind bei fortgeschrittenem Material oder Vereinsunterlagen der Standard. Beim Drucken größerer Stückzahlen spart Schwarz-Weiß außerdem Toner.

4. Lösungsblatt nicht vergessen

Aufgaben und Lösungen getrennt halten. Ein Lösungsblatt mit Zugnummern und kurzen Varianten lässt Schüler:innen selbst kontrollieren, ohne dass du etwas von Hand nachschreiben musst — und du kannst dasselbe Blatt in mehreren Gruppen wiederverwenden.

5. PDF erzeugen und ausdrucken

Sind Stellungen, Layout und Stil einmal gewählt, sollte der letzte Schritt Sekunden dauern, nicht Minuten. Ein sauber gebautes Werkzeug rendert Diagramme als Vektorgrafik statt als Screenshot — die PDF bleibt in jeder Druckgröße scharf, ob DIN A4 oder Beamer-Vorlage.

Selbst ausprobieren

PuzzlePrint macht genau das: über 50.000 Lichess-Puzzles nach Thema und Schwierigkeit durchsuchen, eigene PGN-Partien hochladen oder Stellungen frei aufstellen — und daraus ein druckfertiges Übungsblatt samt Lösungsblatt als PDF erzeugen. Die kostenlose Version braucht keinen Account.

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